Gymnasium oder Sekundarschule?

Wie finde ich die richtige Schule für mein Kind?

Ab Mitte Februar ist wieder die Anmeldefrist für die Aufnahme von Schülern an einem Gymnasium bzw. an einer Sekundarschule. Und da dies selbstverständlich eine wichtige Entscheidung ist, sollten Sie diese nicht übers Knie brechen. Sprechen Sie unbedingt mit Ihrem Kind, was es selbst will.

Entscheiden Sie dann gemeinsam:

Sind diese Wünsche realistisch? Ist es gegebenenfalls nötig, dass für das Erreichen dieser Wünsche mehr geleistet werden muss und zum Beispiel Nachhilfe über einen gewissen Zeitraum genommen werden sollte?

Kann mit den Wünschen des Kindes eine gute und erfolgsversprechende schulische Laufbahn eingeschlagen werden?

Wie ist das Konzept der bevorzugten Schule?

Hat sie einen guten Ruf?

Welche Anforderungen werden dort gestellt?

Wird dort vorrangig mit Druck gearbeitet?

Und ist Ihr Kind belastungsresistent genug, um diesen Druck auszuhalten?

Wie sieht es mit dem Angebot der zweiten Fremdsprache aus? (Kinder, die gut in Deutsch sind, werden erfahrungsgemäß eher mit Französisch glücklich. Mathematikbegeisterte Schüler haben eher eine Affinität zum Schulfach Latein.)

Wenn Sie sich intensiv mit diesen und ähnlichen Fragen auseinandersetzen, haben Sie gute Chancen, die richtige Schule für Ihr Kind zu finden!

Halbjahreszeugnisse: Nachhilfe rettet die Zensuren

Nicht vergessen: Die Halbjahreszeugnisse stehen vor der Tür. Für einige Fächer kann man im kommenden Schuljahr leider nichts mehr ändern, denn die Noten stehen fest und das Fach wird nicht weiter unterrichet. Umso wichtiger ist es nun dort, wo man das Ruder noch herumreißen kann, etwas zu tun. Nachhilfe in Form eines Ferienkurses ist beispielsweise ein guter Start. Viele Nachhilfelehrer bieten gerade jetzt ihre Dienste an: Es lohnt sich also, die Stelleninserate gründlich zu studieren. Auch der Blick ans Schwarze Brett in Büchereien etc. lohnt sich.

 

Nachhilfe für zu viele Fächer. Wer behauptet, viel zu können, kann nichts richtig gut.

Kennen Sie diese Restaurants, die eine riesige Speisekarte haben und Spezialitäten aus aller Welt anbieten?

Da tummelt sich das Schweineschnitzel neben der Pizza und auf der nächsten Seite gibt es dann noch den indischen Reisauflauf. Und wie schmeckt es meistens? Richtig, nach nichts Halbem und nichts Ganzen.

Man stellt fest: Der Koch ist Italiener.Man stellt sich die Frage: Warum kocht er dann nicht auch nur das, was er so richtig kann? Lieber eine kleinere Auswahl, dafür aber auch so richtig lecker.

Ähnlich verhält es sich auch bei Nachhilfe:

Wer sich als Nachhilfelehrer anbietet und behauptet, er könne perfekt Mathematik, Deutsch, Englisch, Physik und vielleicht sogar noch Erdukunde, Spanisch und Biologie unterrichten, muss ein Wunderkind sein. Aber Wunderkinder sind selten. Und sie würden wahrscheinlich als Professor an der Universität arbeiten und nicht darauf angewiesen sein, Nachhilfe zu erteilen und für sich selbst zu werben.

Gute Nachhilfe konzentriert sich auf ein Schulfach. Und ein guter Nachhilfelehrer unterrichtet ein bis zwei, im Ausnahmefall drei, Fächer.

Seien Sie also skeptisch, wenn jemand behauptet, alles zu können – und sehen Sie sich dann lieber weiter um.

Ohne eine gute Ausbildung zum Nachhilfelehrer stellt sich kein Erfolg ein

Natürlich: Ohne fachliches Wissen kann man keinen Nachhilfeunterricht geben. Für Mathematik benötigt man Formeln, für Englisch muss man das Regelwerk der Grammatik und die Vokabeln beherrschen usw. Jedoch was nützt dieses Wissen, wenn es nicht so weitergegeben werden kann, dass der Schüler es auch versteht? Pädagogisch-didaktisches Know-How ist gefragt, will man in seiner Nachhilfe erfolgreich sein. Dies kann erworben werden durch Fachliteratur, Hospitationen bei erfahrenenen und erfolgreichen Lehrern und durch Fortbildungen, die es mittlerweile sogar als E-Learning-Schulung für daheim gibt. TutorWatch zum Beispiel bietet kostenlos eine umfangreiche Ausbildung zum geprüften Nachhilfelehrer an und verschafft Ihnen darüber hinaus den Vorteil, sich in die Suchfunktion aufnehmen zu lassen, so dass Sie von an Nachhilfe interessierten Eltern gefunden werden und noch mehr Geld verdienen können.

Online-Nachhilfe

Lernsoftware oder individuell via Skype: Online-Nachhilfe ist im Trend

Seit einigen Jahren kann man Nachilfe nicht nur von in einem Institut erhalten, sondern auch per PC, so zum Beispiel durch Online-Videos oder Lernsoftware. Diese sind erhältlich für jedes Alter und Schulfach, neutral gehalten oder mit kindgerechten Maskottchen als Held bzw. Moderator.

Der Nachteil: Es handelt sich hier standarisierte Aufgaben und festgelegte Lösungswege. Die individuellen Wissenslücken eines jeden Schülers können damit nicht bearbeitet werden.

Eine Alternative ist ein Live-Chat mit einem Nachhilfelehrer. Somit kann man Unterricht überall dort erhalten, wo man sich gerade befindet und genau das bearbeiten, worauf es ankommt. Viele Nachhilfeunternehmen bieten diese Form der Online-Nachhilfe an und gewähren beispielsweise eine kostenlose Probestunde.

 

Grenzen von Nachhilfe

Beispiele für Umstände, bei denen Nachhilfe (allein) nicht ausreicht:

psychische Störungen Panikattacken, schwere Ängste Depressionen Mobbing durch Mitschüler – im schlimmsten Fall sogar durch (Klassen)lehrer Alkoholabhängigkeit, Drogenabhängigkeit, Computersucht etc.

Nachhilfe ein ganzes „Schulleben“ lang?

Wann sollte man den Nachhilfeunterricht abschließen?

Haben Sie konsequent Basisarbeit im relevanten Nachhilfefach gemacht, so ist Ihre Unterstützung irgendwann nicht mehr notwendig. Dies zeigt sich zum Beispiel hieran:

  • Ihr Schüler kommt ohne Schwierigkeiten im Unterricht mit.
  • Er schreibt (wieder) gute Zensuren.
  • Er übertrifft manchmal sogar das, was Sie von ihm erwarten.
  • Ihr Schüler kann Ihnen Fragen zum Fach ohne langes Überlegen korrekt und ausführlich beantworten.
  • Er arbeitet eigenständig.

War die Zusammenarbeit mit Ihrem Nachhilfeschüler angenehm? Dann prüfen Sie, ob Sie ggf. das Schulfach wechseln, um hier Erfolge zu erzielen, anstatt den Unterricht komplett abzubrechen.

Ein Referat vorbereiten. Worauf kommt es an?

Ein gutes Referat: Tipps für Ihren Nachhilfeschüler

  • Niemals nur auf eine Quelle verlassen.
  • Beispielmaterialien erstellen.
  • Das Referat mehrmals laut und stehend aufsagen.
  • Ein Handout für die Zuhörer anfertigen.
  • Das Referat braucht einen klaren Aufbau mit einer Einleitung und einem Fazit.
  • Die Sätze sollten kurz, prägnant und verständlich sein.
  • Der Vortrag sollte im Stehen erfolgen mit lauter, deutlicher Stimme und einer angenehmen Geschwindigkeit (nicht zu schnell, nicht einschläfernd langsam).
  • Gesprächspausen und Betonungen machen den Beitrag interessanter und markieren besonders wichtige Stellen.
  • Auf die Körperhaltung achten (nicht hin und her wippen oder tänzeln, gerade stehen, locker bleiben, nicht mit dem Kugelschreiber klicken oder einem Blatt Papier in der Hand rascheln; sollten Angaben abgelesen werden, sind Karteikarten die bessere Wahl.
  • Fragen an die Mitschüler oder Diskussionsmöglichkeiten beziehen die Anderen wirkungsvoll mit ein und zeugen von Mut, sich ggf. auch auf Randthemen einzulassen.

Wie bereitet man in der Nachhilfe Prüfungen vor?

Steht bei Ihrem Nachhilfeschüler eine Prüfung an, stellen Sie sich folgende Fragen:

  • Wissen Sie, welche Themen relevant sind?
  • Haben Sie ähnliche Aufgaben aus Probeklausuren, die Sie verwenden können?
  • Haben Sie den zu erarbeiteten Stoff gut aufgeteilt, so dass Sie keine „Informationsdusche“ geben?
  • Hat Ihr Schüler ein gutes Grundlagenwissen im prüfungsrelevanten Fach?
  • Hat er ausreichend zu Hause für die Prüfung gelernt?
  • Haben Sie einen Überblick über die behandelten Themen?
  • Können Sie aus Beispielklausuren der vergangenen Jahre Aufgaben nutzen?
  • Ist der Lernstoff in kleine übersichtliche Päckchen gepackt?
  • Hat der Schüler schon früh begonnen, die Grundlagen der Fächer entsprechend aufzubereiten (zum Beispiel durch das Erstellen von Karteikarten)?
  • Hat der Schüler die prüfungsrelevanten Inhalte an unterschiedlichen Beispielen erschlossen?
  • Hat der Schüler zu Hause mit allen Sinnen gelernt?
  • Machen Sie Ihren Schüler darauf aufmerksam, dass er nach dem Lernen nicht sofort TV oder PC nutzen sollte (Löschungsgefahr!)

Hier noch ein Tipp: Klären Sie im Vorfeld mit Ihrem Schüler, bei welchen Inhalten Sie ihm helfen können und wo nicht. Machen Sie ihm deutlich: Er muss selbstständig lernen für Prüfungserfolge, Sie können lediglich unterstützen.

Mündliche Prüfung:

  • Prüfen Sie, ob Ihr Schüler genau weiß, welche Themen abgefragt werden.
  • Simulieren Sie für Ihren Schüler nach Möglichkeit eine mündliche Prüfung, damit er sich an die Situation gewöhnen kann und einen Überblick über etwaige Wissenslücken erhält.
  • Vergewissern Sie sich, ob Ihr Schüler auch auf Unvorhergesehenes antworten kann oder die Themen in einen Gesamtzusammenhang einzuordnen vermag.

Präsentation oder Referat:

Denken Sie auch hier daran: Sie können lediglich unterstützen, während allein der Schüler für seine Vorbereitung verantwortlich ist. Erklären Sie, wie ein guter Aufbau einer Präsentation oder eines Referats aussieht, zur Probe sollte er es vor Ihnen halten. Nicht verstandene Themen sollten Sie ihm erklären.

 

 

 

Eine Prüfung steht an? So können Sie helfen!

Wenn eine wichtige Klausur oder eine mündliche Prüfung ansteht, sollten Sie Ihren Nachhilfeschüler unbedingt in der Vorbereitung unterstützen.

Hier geben wir die wichtigsten Tipps für das optimale Prüfungstraining:

  • Vermeiden Sie Zeitdruck und geraten Sie nicht in Hektik. Machen Sie dem Schüler klar, dass er rechtzeitig mit dem Lernen beginnen soll. Sie können ihm auch eine Übungsklausur erstellen.
  • Man sollte nie länger als 90 Minuten lernen und danach mindestens eine Viertelstunde Pause einlegen, sich dann bewegen, frische Luft schnappen, aus dem Fenster schauen etc.
  • Viele fühlen sich in einer Lerngruppe sicher und sind zudem motivierter, für die Klausur zu arbeiten.
  • Wasser trinken ist wichtig, wenn viel „Gehirnarbeit“ geleistet wird.
  • Die Inhalte sollten Sie so aufbereiten, dass Ihr Schüler mit allen Sinnen lernt. Fragen Sie laut ab, fertigen Sie Zeichnungen an, nennen Sie Beispiele, arbeiten Sie mit Mind-Maps.
  • Ausreichend Schlaf und Bewegung sind in Klausurphasen besonders wichtig.

Mit diesen Tipps müsste jede Prüfung gemeistert werden! Viel Erfolg.